Direkt zum Hauptbereich

Was Corona bei uns macht

Seit Freitag mittag ist klar: Alle Schulen bei uns in NRW sind geschlossen. Mittlerweile auch in ganz Deutschland. Am Freitag legte ich mich noch mit dem Schulleiter der Schule meiner großen Tochter an: Ab Montag sollte ihr Praktikum bei uns in der Firma starten, welches ich aber absagen musste. Nicht nur sie stand damit ohne Praktikumsplatz da, sondern auch viele ihrer Mitlernenden.

Ich sprach lediglich an, dass ich vermeiden wolle, dass ihr oder den anderen Nachteile daraus entstünden. Wutentbrannt rief er mich dann im Büro an. Ehrlich gesagt, kannte ich ihn bisher als sehr ruhigen und gelassenen Schulleiter. Aber offensichtlich war er mit der aktuellen Situation sehr überfordert.

Für diejenigen, die keinen Praktikumsplatz mehr hatten, wurden dann "Zwangs-Praktikumsplätze" zugewiesen. Was dann allerdings zwei Stunden später völlig hinfällig war, da die Schulschließungen beschlossen worden waren. Er hatte mich also völlig umsonst angebrüllt.

Nun gilt es also, vorerst 5 Wochen zu überbrücken. Ich darf ab Montag Homeoffice machen - aber 5 Wochen lang? Das wird spannend in der Umsetzung. Dazu gibt es seitens der Schulen noch keine Informationen, ob und wie die Kinder lernen sollen. Wobei ich denke, dass es dazu im Lauf der nächsten Woche auch Informationen gibt. Die Lehrpersonen müssen sich ja auch erst einmal auf diese Ausnahmesituation einstellen. In der Zwischenzeit werden wir einfach die Angebote verschiedener Lernplattformen nutzen, die sich ihrerseits auch auf die aktuelle Lage eingestellt haben.

Immerhin sind ja noch zwei Wochen Osterferien. Eine davon hab ich Urlaub. Dennoch gibt es massive Einschnitte. Die Kinder fahren vorerst nicht nach Berlin zu Nina. Nicht zu Umgangswochenenden, nicht in den Osterferien. Das setzt allen zu. Aber zum Glück gibt es Videoanrufe. Die werden wir mit Sicherheit sehr regelmäßig nutzen.

In unserer Stadt sind nun auch alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. So wird es zwischenzeitlich sicher in den meisten Städten sein. Was auch gut und richtig ist. Die Art und Weise der (Hamster)Käufe ist für mich ein bisschen fragwürdig. Klopapier, Kloduftsteine und Hygienewäschespüler sind hier ausverkauft. Naja, und Mehl. Aber das ist ja überall so:


Ich halte es durchaus für sinnvoll, gewisse Vorräte zu haben und gerade in einer solchen Situation auch anzulegen. Aber so, dass für viele andere nichts übrig bleibt?

Noch bin ich auch relativ entspannt, was die nächsten Wochen angeht - allerdings auch nur in Bezug auf die Zeit mit meinen Kindern. Die sind einfach sehr gechillt, dazu haben wir direkt gegenüber einen Spielplatz und viele Feldwege sowie Wald hier drumherum. Solange kein Ausgehverbot besteht, kann ich mit ihnen also auch raus.

Dennoch vermeiden wir nun auch größere Menschenansammlungen, gehen lieber hier in unserem kleinen Rewe einkaufen, als in den riesigen Supermärkten. Ein bisschen Sorge macht mir außerdem das "keine Pause" haben werden. Andererseits weiß ich aber auch, dass meine Kinder durchaus so rücksichtsvoll sind, dass sie mich auch ein Stündchen in Ruhe lassen, wenn ich das möchte.

Es wird also irgendwie gehen. Wir werden uns auf uns konzentrieren. Kreativ sein. Umzugskartons weiter auspacken und uns gemeinsam die Wohnung schön machen. Natürlich erst dann, wenn mein Homeoffice-Dienst rum ist. Da bin ich auch sehr gespannt, wie das funktionieren wird. Ich habe nämlich noch nie im Homeoffice gearbeitet.

Sehr schön fand ich allerdings, dass eine Freundin angerufen hat und mir Kinderbetreuung angeboten hat! Die Kinder kennen und mögen sie gern. Das hilft tatsächlich und sofern möglich, werde ich das kurzzeitig eventuell auch in Anspruch nehmen.

Am Dienstag wird leider auch noch mein Freund operiert (bis jetzt noch nicht abgesagt) und ich werde ihn nicht besuchen können. Das tut doch auch irgendwie weh. Aber es ist nunmal nicht zu ändern.

Neulich lief im Radio das Lied "Sit and Wait" von Sydney Youngblood und K3 meinte: Das ist das passende Lied: All we can do, is just sit and wait. Tja....sie ist da auch sehr pragmatisch.

Habt ihr schon Pläne, wie die kommende Zeit ablaufen soll?

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Berlin

Hier war es jetzt länger wieder ruhig. Über Twitter und Insta habt ihr aber sicher mitbekommen, dass
Nina und ich uns getrennt haben. Wie ihr euch denken könnt, waren die letzten Wochen nicht einfach, für niemanden von uns. Unsere oberste Priorität liegt natürlich bei unseren Kindern und genau deshalb haben wir uns dazu entschlossen, den bereits im
Januar geplanten Ausflug nach Berlin zur Blogfamilia zusammen als Familie zu machen.

Nun sitzen wir alle vier zusammen im Zug. Und das sogar relativ entspannt und mit sehr viel Vorfreude auf morgen.


Das WLAN im Zug war jetzt echt stabil genug für diesen Blogeintrag. Juchuh!

Liebe Grüße
Eure Jane - und vielleicht ja bis morgen.

Alter Falter! - In Würde altern?

Hi,

ich bin Jane, 36 Jahre alt und seit über 12 Jahren stolze Besitzerin grauer Haare.

Nun gut, das mit dem Stolz sei vorerst mal dahingestellt. Wenn man mit 24 Jahren das erste graue Haar entdeckt und im gleichen Jahr in einer bekannten Parfümeriekette ein Anti-Aging Produkt empfohlen bekommt, dann ist das mit dem Stolz auf Falten und graue Haare eher so wenig angebracht.

Zugegebenermaßen hatte ich mit 24 Jahren einige Hürden zu meistern (Scheitern der 1. Ehe, alleinerziehend sein usw.), die Fältchen und graue Haare rechtfertigten, aber aber aber! Ich war doch erst 24. So!

Ich färbte also jahrelang weiter meine Haare, probierte immer wieder irgendwelche Q10-Hyaloron-Reife-Haut-Produkte aus und haderte sehr damit, dass man mir Jahr für Jahr mein (doch irgendwie bewegtes) Leben ansah.

Seit einiger Zeit aber gesellt sich zu der Haderei (gibts das Wort überhaupt?) etwas anderes: Eine gewisse Wurschtigkeit. Ich wollte erst Resignation schreiben, aber das passt nicht so richtig. Also Wursc…

[Werbung] (m)ein Raum zum wohlfühlen #reblog

Vor einiger Zeit haben wir eine tolle Anfrage bekommen: Ob wir denn Smarthome-Produkte testen möchten. Nina war direkt Feuer und Flamme. Zwischenzeitlich haben wir alles auf Herz und Nieren geprüft, getestet und in unseren Haushalt eingebunden. Nina hat darüber geschrieben:


In meinem Studium spielte Licht eine große Rolle. Beleuchtungstechnik/Lichtsetzung war nicht nur ein Pflichtfach, sondern etwas, das mich erfüllte. In den letzten Jahren war die Lebenssituation allerdings so, dass ich mir zwar of schönes Licht gewünscht hatte, aber es war nicht umsetzbar. Als wir vor einigen Jahren in den Bahnhof einzogen, hatten die Kinderzimmer die oberste Priorität.
Das Zimmer, das nun unser Wohnzimmer ist war: sehr speziell. Einerseits war es unser Schlafzimmer und durch einen Raumtrenner auch Nähzimmer und Büro. Im Schlafzimmer stand auch schon das Klavier… Es war ein sehr exotischer Raum. Funktional und sehr improvisiert.
Als vor zwei Jahren die beiden großen Kinder zum Bio-Papa zogen…