Direkt zum Hauptbereich

No more Laternenfest!

So, Halloween ist vorbei und zack! steht das nächste Event in den Startlöchern, besonders für Kindergarten-und Grundschuleltern: Sankt Martin! Es geht los mit der geliebten oder verhassten Laternenbastelei und wer Glück hat, braucht nicht mal selbst basteln, weil die Kinder das in Kindergarten und Schule selbst machen.

An jeder Ecke der Stadt hängen Zettel für verschiedenen Laternenumzüge, die Halloweensüßigkeitenbeutel werden ausgeleert, um bereit fürs Sankt Martinssingen zu sein.

Der Zuckerspiegel der Kinder wird also ab Ende Oktober bis Anfang Januar konstant gehalten. Wer das Glück hat (wie wir), dass die Kinder in dieser Zeit auch noch Geburtstag haben, der freut sich doppelt. Da gibts dann ja auch nochmal Süßkram. Aber egal. Darum soll es hier nicht gehen.

Seit mein Großer im Kindergarten war sind wir brav jedes Jahr beim Laternenumzug mitgelaufen, waren beim Martinssingen unterwegs und haben die selbst gebastelte Laterne geschwungen. Bei vier Kindern summiert sich das ordentlich.
 
Laternenfest 2008
 Und wisst ihr was? Ich muss jetzt was beichten: Ich fand es furchtbar. Es ist kalt, meistens nass und die Kinder werden irgendwann motzig. Unsere irgendwie zum Glück nicht, aber vielleicht haben wir auch einfach immer rechtzeitig den Absprung geschafft. Außerdem ist es immer so voll. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nur ungern mit vielen Menschen umgebe.

Apropos Absprung: Seit 2 Jahren machen wir übrigens NICHTS mehr. Kein Laternenumzug, kein Martinssingen. Es ist so schön! So stressfrei. Weil keiner heulen muss, dass die Laterne nass und kaputt wird. Weil niemand frieren muss oder aus sonst irgendeinem Grund grantig sein muss.

Das Schönste aber ist: Unsere Kinder finden das in Ordnung so. Zuhause ist eh gemütlicher. Wir haben immer Süßkram da, dafür muss man auch nicht singen gehen. Ein Gewinn für alle quasi!


Sie hatten übrigens tatsächlich meistens Spaß - aber für uns Eltern war es tatsächlich immer eher "Pflicht". Weil - macht man halt so, gehört dazu.

Das einzige, was mir wirklich gefiel, waren später im Waldorfkindergarten die echten Kerzen in den Laternen.

So, jetzt ist es raus ;-)

Liebste Grüße
Eure Jane (Laternenfestmuffel)


Kommentare

  1. Ich bin da ganz bei dir - Laternenfest ist auch meine persönliche Hölle!

    AntwortenLöschen

Kommentar posten

Bitte beachte, dass Du die Datenschutzerklärung dieser Seite anerkennst, wenn du kommentierst. Die Datenschutzerklärung findest du hier: https://www.regenbogenmutti.de/p/datenschutzerklarung.html

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Allein nach Berlin

Seit Dienstag bin ich wieder allein erziehend. Wobei ich „getrennt erziehend“ erziehend passender finde, denn Nina und ich ziehen ja nach wie vor an einem Strang. Eltern sein hört ja nunmal nach einer Trennung nicht auf.
Seit Dienstag ist Nina also in Berlin und dieses Wochenende schon sind die Kinder dort. Seit Wochen stand dieser Termin schon fest und es war klar: Die Kinder werden allein mit dem Zug nach Berlin fahren.
Theoretisch kennen sie die Strecke ja und sie sind öffentliche Verkehrsmittel gewohnt. Trotzdem ist es doch was anderes, wenn sie allein fahren. Für uns alle. 
Selbstverständlich trauten wir ihnen das von Anfang an zu und sie sich auch. Aufgeregt waren wir dann gestern trotzdem alle. Und ja, es war ein sehr komisches Gefühl, sie am Bahnsteig in den Zug steigen zu lassen, während ich dann draußen blieb. 


Ich konnte noch sehen, dass sie ihre reservierten Plätze fanden. Und hatte dann trotzdem einen Kloß im Hals und musste ein kleines Tränchen verdrücken. 
Knapp 2,5 Stunden …

Was Corona bei uns macht

Seit Freitag mittag ist klar: Alle Schulen bei uns in NRW sind geschlossen. Mittlerweile auch in ganz Deutschland. Am Freitag legte ich mich noch mit dem Schulleiter der Schule meiner großen Tochter an: Ab Montag sollte ihr Praktikum bei uns in der Firma starten, welches ich aber absagen musste. Nicht nur sie stand damit ohne Praktikumsplatz da, sondern auch viele ihrer Mitlernenden.

Ich sprach lediglich an, dass ich vermeiden wolle, dass ihr oder den anderen Nachteile daraus entstünden. Wutentbrannt rief er mich dann im Büro an. Ehrlich gesagt, kannte ich ihn bisher als sehr ruhigen und gelassenen Schulleiter. Aber offensichtlich war er mit der aktuellen Situation sehr überfordert.

Für diejenigen, die keinen Praktikumsplatz mehr hatten, wurden dann "Zwangs-Praktikumsplätze" zugewiesen. Was dann allerdings zwei Stunden später völlig hinfällig war, da die Schulschließungen beschlossen worden waren. Er hatte mich also völlig umsonst angebrüllt.

Nun gilt es also, vorerst 5 Woch…

Berlin

Hier war es jetzt länger wieder ruhig. Über Twitter und Insta habt ihr aber sicher mitbekommen, dass
Nina und ich uns getrennt haben. Wie ihr euch denken könnt, waren die letzten Wochen nicht einfach, für niemanden von uns. Unsere oberste Priorität liegt natürlich bei unseren Kindern und genau deshalb haben wir uns dazu entschlossen, den bereits im
Januar geplanten Ausflug nach Berlin zur Blogfamilia zusammen als Familie zu machen.

Nun sitzen wir alle vier zusammen im Zug. Und das sogar relativ entspannt und mit sehr viel Vorfreude auf morgen.


Das WLAN im Zug war jetzt echt stabil genug für diesen Blogeintrag. Juchuh!

Liebe Grüße
Eure Jane - und vielleicht ja bis morgen.