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#queergebloggt: Regenbogenmutti

Hallo ihr Lieben,

Ravna vom Blog Nooborn wird von nun an jeden Monat einen queeren Blog vorstellen. Wir finden, dass Queerblogs einfach mehr Sichtbarkeit brauchen - gerade auch im Hinblick auf das Familienleben.

Bei der Blogfamilia fiel uns auf, dass es queere Familienblogs noch nicht so richtig in die "Familienbloggerszene" geschafft haben, irgendwie "unsichtbar" sind, obwohl sie das vielleicht in ihrer Filterbubble schon nicht mehr sind. Das möchten wir ändern, jede*r darf queere Familien(blogs) sehen und erleben.

Netterweise darf ich den Anfang machen und Ravna hat meinen Steckbrief veröffentlicht. Den dürft ihr natürlich bei Nooborn lesen (Foto anklicken!):

https://nooborn.wordpress.com/2018/05/12/queergebloggt-regenbogenmutti/


Ich werde die jeweiligen Beiträge hier teilen - denn ihr sollt ja schließlich alle etwas davon haben.

Lasst uns gemeinsam über den Tellerrand hinaus schauen! Übrigens ist Ravnas Blog genau dafür auch bestens geeignet.

Liebe Grüße
Eure
 



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Allein nach Berlin

Seit Dienstag bin ich wieder allein erziehend. Wobei ich „getrennt erziehend“ erziehend passender finde, denn Nina und ich ziehen ja nach wie vor an einem Strang. Eltern sein hört ja nunmal nach einer Trennung nicht auf.
Seit Dienstag ist Nina also in Berlin und dieses Wochenende schon sind die Kinder dort. Seit Wochen stand dieser Termin schon fest und es war klar: Die Kinder werden allein mit dem Zug nach Berlin fahren.
Theoretisch kennen sie die Strecke ja und sie sind öffentliche Verkehrsmittel gewohnt. Trotzdem ist es doch was anderes, wenn sie allein fahren. Für uns alle. 
Selbstverständlich trauten wir ihnen das von Anfang an zu und sie sich auch. Aufgeregt waren wir dann gestern trotzdem alle. Und ja, es war ein sehr komisches Gefühl, sie am Bahnsteig in den Zug steigen zu lassen, während ich dann draußen blieb. 


Ich konnte noch sehen, dass sie ihre reservierten Plätze fanden. Und hatte dann trotzdem einen Kloß im Hals und musste ein kleines Tränchen verdrücken. 
Knapp 2,5 Stunden …

Was Corona bei uns macht

Seit Freitag mittag ist klar: Alle Schulen bei uns in NRW sind geschlossen. Mittlerweile auch in ganz Deutschland. Am Freitag legte ich mich noch mit dem Schulleiter der Schule meiner großen Tochter an: Ab Montag sollte ihr Praktikum bei uns in der Firma starten, welches ich aber absagen musste. Nicht nur sie stand damit ohne Praktikumsplatz da, sondern auch viele ihrer Mitlernenden.

Ich sprach lediglich an, dass ich vermeiden wolle, dass ihr oder den anderen Nachteile daraus entstünden. Wutentbrannt rief er mich dann im Büro an. Ehrlich gesagt, kannte ich ihn bisher als sehr ruhigen und gelassenen Schulleiter. Aber offensichtlich war er mit der aktuellen Situation sehr überfordert.

Für diejenigen, die keinen Praktikumsplatz mehr hatten, wurden dann "Zwangs-Praktikumsplätze" zugewiesen. Was dann allerdings zwei Stunden später völlig hinfällig war, da die Schulschließungen beschlossen worden waren. Er hatte mich also völlig umsonst angebrüllt.

Nun gilt es also, vorerst 5 Woch…

Berlin

Hier war es jetzt länger wieder ruhig. Über Twitter und Insta habt ihr aber sicher mitbekommen, dass
Nina und ich uns getrennt haben. Wie ihr euch denken könnt, waren die letzten Wochen nicht einfach, für niemanden von uns. Unsere oberste Priorität liegt natürlich bei unseren Kindern und genau deshalb haben wir uns dazu entschlossen, den bereits im
Januar geplanten Ausflug nach Berlin zur Blogfamilia zusammen als Familie zu machen.

Nun sitzen wir alle vier zusammen im Zug. Und das sogar relativ entspannt und mit sehr viel Vorfreude auf morgen.


Das WLAN im Zug war jetzt echt stabil genug für diesen Blogeintrag. Juchuh!

Liebe Grüße
Eure Jane - und vielleicht ja bis morgen.