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#Blogfamilia - die besten Axtmörder ever!



Hey ihr Lieben,


dass am vergangenen Samstag die Blogfamilia stattfand, habt ihr sicher mitbekommen, oder? Vermutlich habt ihr auch schon alle Bilder gesehen, alle Berichte gelesen und alle Heavysaurus-Videos gesehen.

Wie so oft bin ich wahrscheinlich Bummelletzte, es sei mir bitte verziehen.

Unsere Blogfamilia fing am Morgen mit einem "Hallo Nina" an, als wir in die Tram stiegen. Ja, geil - Großstadt und trotzdem wird man direkt angesprochen. Jochen König saß dort mit seiner (sehr sehr sehr) bezaubernden Tochter und somit hatten wir auch gleich jemanden, der wusste, wo der Veranstaltungsort ist. Alle 3 Kinder hat sofort einen super Draht zueinander und waren für den Rest des Tages fast unzertrennlich. Grandios!

Die Anmeldung erfolgte dann ziemlich gemütlich und - Achtung Fangirling: RIKE hat mir höchstpersönlich mein Namensschildchen geschrieben. Mit Herz! Ich hab mich dann noch ganz fix für zwei Workshops eingeschrieben und zack - war es auch schon Zeit für die Eröffnung.

Alu, ach Alu - dir gehört mein Herz, ich schwör! Aber ich glaube, das geht uns allen so. Kann man nix machen. Wobei Alu an dieser Stelle sicher sagen würde: Nicht ohne mein Team! Und ich kann das wirklich verstehen, denn das ganze Team rund um Alu und Janni haben Großartiges geleistet.

Schon allein die Tatsache, dass die Bundesfamilienministerin die Blogfamilia eröffnet - hallelujah, das muss man ja erstmal schaffen! Frau Dr. Giffey - die übrigens sehr symphatisch rüberkommt - zeigte dann auch gleich mal, wie das mit der Vereinbarkeit so ist: Sie hatte ihren Sohn dabei. Aber bestimmt hatte der auch ein bisschen Spaß.

Teresa Bücker hat die Keynote gehalten - gespickt mit persönlichen Erfahrungen, was ich immer für sehr wichtig halte, schließlich machen wir alle Erfahrungen, die wir (mit)teilen, laut rausschreien und und auch in politischen Belangen einsetzen können, müssen und dürfen. Ohne unsere persönlichen Erfahrungen hätten wir ja auch nichts zu bloggen.

Bei der Wahl der Workshops stieg in mir kurzzeitig der Wunsch auf, mich klonen zu lassen. Am besten im Schnelldurchlauf. Schlussendlich entschied ich mich für "Gesundes aufwachsen im digitalen Zeitalter" und "Absicherung im Todesfall".



Gesundes Aufwachsen im digitalen Zeitalter
Mit vier Kindern zwischen 7 und 14 Jahren fand ich den Talk sehr passend für mich - außerdem war meine liebste Béa dabei. Es wahr sehr interessant, wie verschieden die erzieherischen Ansätze bei diesem Thema sind. Positiv überrascht hat mich übrigens tatsächlich der Herr Glaw (Waldorflehrer), der geschildert hat, wie er digitale Medien sinnvoll im Unterricht einsetzt. Kanäle wie youtube zur Umsetzung von Schulprojekten zu nutzen ist ein richtig guter Weg und ich werde das tatsächlich im Hinterkopf behalten - auch weil bei uns nächstes Jahr der Wechsel zur weiterführenden Schule ansteht und ich den infrage kommenden Schulen auch in dieser Hinsicht mal auf die Finger gucken möchte. Bisher sind solche Ansätze leider eher verpönt. Béa liebe ich ja sowieso für die Art und Weise mit Medien - gerade auch im Zusammenhang mit Kindern - umzugehen. Locker, fröhlich - aber immer auf Bildung mit Spaß fokussiert. 

Sehr zum schmunzeln gebracht hat mich dann zum Schluss noch Tanja, die die - durchaus berechtigte - Frage  stellte: Was machen wir denn eigentliche mit den ganzen "Spitzers" - also jenen, die eher Anhänger der Theorie "kein Fernsehen, kein Handy, nix Digitales" sind. Denn seien wir mal ehrlich: Die Zukunft bleibt nicht stehen und man kann kein Kind ewig von allem fernhalten. 


Mein zweiter Workshop fand mit der wunderbaren Nina Straßner statt - und ehrlich: Niemals zuvor war mir ein/e Jurist/in dermaßen symphatisch. Ich kann das übrigens locker behaupten, schließlich bin ich Rechtsanwalts-und Notarfachangestellte (voll das tolle Totschlagargument, oder?!) 


Absicherung im Todesfall 

Da der Tod für mich kein vermeidenswertes Thema ist, sondern ein Interessantes wollte ich unbedingt in diesen Workshop. Ich regele halt alles gern vorher und gerade beim eigenen Tod ist das irgendwie praktischer. Die Grundzüge zum Thema Erbschaft wusste ich schon - aber hat sich jemand schonmal Gedanken gemacht, was man alles so an "digitalem Erbe" hinterlässt? Ich sag euch: Das ist nicht wenig!  Da kommen Dinge zusammen, an die man nicht denkt. Ob Spotify oder die Speicherplatzerweiterung beim Iphone - das sind alles Dinge, mit denen sich eure Erben rumschlagen müssen, denn das Zeug will gekündigt werden, sonst wollen die weiter ihr Geld haben. So siehts aus! Der Tod schützt nicht vor Zahlungsfristen!

Trotzdem gabs auch ein eher unlustiges Thema, nämlich: Was passiert mit den Kindern, wenn beiden Elternteilen zeitgleich etwas zustößt. Und DAS ist der Punkt, meine Lieben, der hier in den nächsten Wochen und Monaten erörtert werden will und muss. Denn das haben wir bisher tatsächlich nicht geregelt und zugegebenermaßen liegt mir das felsbrockenmäßig im Bauch und auf dem Herzen. Nicht so einfach das alles! 



Aber nun wieder zu den schönen Dingen des Lebens. Zu dem Moment, der mein Mutterherz spontan schmelzen ließ. Mein Sohn auf einer Bühne. Locker lässig stellte er (vorher sehr gut überlegte Fragen) und eigentlich hörte ich ihm kaum zu, sondern glotzte ihn nur überrascht und hingerissen an:




Ich wünsche ihm so sehr, dass er sich diese Neugier und diesen Mut, einfach was zu sagen und auch Kinderfragen eine Stimme zu geben, behält. Große Liebe für ihn! 

Einer meiner persönlich schönsten Momente war dazu noch der hier:





Wie weiter oben schon geschrieben, hatten unsere Jungs und Fritzi direkt einen Draht zueinander. Als sie sich dann beim (wirklich leckeren) Mittagessen ganz selbstverständlich über ihre - doch recht besonderen Familiensituationen unterhielten. Sie mussten sich nicht rechtfertigen, sich nicht erklären. Das war so schön zu sehen!

Natürlich trifft man auf so einem Event auch Herzmenschen. Menschen, die schnurstracks in dein Herz laufen und dort bleiben. Ich muss sagen, dass ich im Vergleich zur letztjährigen Blogfamilia viel kommunikativer und offener war. Ich hab dort auch letztes Jahr schon unheimlich viel mitgenommen, was mir geholfen hat mit vielen "fremden" Menschen umzugehen und die Blogfamilia ist wohl der einzige Veranstaltungsort, an dem ich nicht als Misanthrop erkannt werde, einfach weil mir die Menschen dort eben nicht auf die Nerven gehen. 

Außerdem gab es noch eine Neuerung: Ich wurde erkannt! Letztes Jahr war ich eher die "Frau von Nina", dieses Jahr "ahhhh Jane, die Regenbogenmutti!". Huch...völlig neues Gefühl sowas. Aber sehr schön. Auch das hat der Kommunikation durchaus geholfen.

Ein riesiges Danke muss man allerdings auch den Sponsoren zukommen lassen - denn wie wir alle wissen, sind Sponsoren extrem wichtig. Nicht unbedingt fürs Goodie Bag (aber auch ;-) ), sondern schlichtweg zur Finanzierung einer solchen Verstaltung. 

Und sonst so? - Ich persönlich würde mir wünschen, wenn zur nächsten Blogfamilia vielleicht mehr Regenbogenfamilienblogger/Queerblogger kommen. Letztlich sind die Probleme, die Vereinbarkeit und auch all das Schöne doch in vielen Dingen gleich oder zumindest ähnlich wie in "klassischen" Familien. Traut euch raus, macht euch sichtbar. Ihr seid nicht allein! 

Das Fazit der diesjährigen Blogfamilia ist also denkbar einfach: Bis zum nächsten Jahr! Wir kommen wieder. Müsst ihr halt mit leben. Hihi.

Liebste Grüße
Eure Jane

PS:
Seriös können wir: 



PPS: Bei Insta gibts noch ein paar Fotos :-)

PPPS, das letzte. Ehrlich!

Zur Erklärung der Überschrift:

 

Kommentare

  1. Du hast auch mein Herz und du warst für mich nie die Frau von Nina, du bist viel zu schön und präsent dafür!! Ich würde mir auch mehr Queer und auch Familien diverser Religionen usw wünschen. Ich arbeite dran! Lg Alu

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  2. Ich hab Dich auch nie als "nur die Frau von Nina" gesehen: Keine Sekunde. Lieben Gruß, Bettie

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