Direkt zum Hauptbereich

RUMS #8/16 - Die Patchworkdecke

Hallo? Haaaaallloooo? Ist hier überhaupt noch jemand?

Seit ich wieder arbeite, vernachlässige ich den Blog ja noch mehr, als vorher schon. Ich habe zwischenzeitlich so einiges genäht, das es gar nicht hierhin geschafft hat. Aber vielleicht hole ich das noch nach.

Vor 2 Wochen hatte ich jedenfalls plötzlich einen Anfall von "ich muss den Stoffresten zuleibe rücken". Ich sammle sie beständig, seit fast 6 Jahren...einmal hab ich welche weggeworfen. Hm. Mein Entschluss stand dann fest: Es wird eine Patchworkdecke. Ups...das wollte ich ja NIEEEEEE machen. Naja...ich wollt ja auch nie heiraten und Kinder bekommen. Wo das hingeführt hat, wissen wir ja.

Nun gut, ich schnippelte dann also stundenlang Jersey-und Fleecequadrate in 20x20 cm Größe. 96 Stück. Währenddessen überlegte ich, was ich machen kann, damit sich die Stoffmassen nicht allzusehr wellen, nach dem nähen. Des Rätsels Lösung war dann aufbügelbares Nahtband, welches man z.B. aufbügelt, bevor Reißverschlüsse oder Knopflöcher eingenäht werden.


Das Nähen zog sich dann auch einige Tage hin, immer Stück für Stück. Zwischendrin hatte ich dann manchmal keine Lust mehr und hab mich echt gefragt, was ich da eigentlich mache...

Als Rückseite habe ich dann grauen Sweat genommen, von dem ich sowieso noch einen Ballen hier habe. Auch da....war ich wieder am zweifeln, ob das überhaupt ne gute Idee war....aber schlussendlich hat mich das Ergebnis doch überzeugt. Es ist so eine richtige Familiendecke geworden:



Natürlich wellt sie sich doch ein bisschen, trotz Nahtband und bügeln. Ich denke, das bleibt bei einer Decke in dieser Größe (1,50m x 2,35 m) nicht wirklich aus, zumal sie ja aus dehnbarem Stoff genäht ist. Aber ich hab das ja vorher gewusst ;-)

Die Decke wird hier von allen geliebt und wurde schon ordentlich eingekuschelt. Vor allem die beiden kleinen entdecken bei den Stoffen auch immer wieder Vergessenes: "Oh, aus dem Stoff hatte ich ein Shirt als ich kleiner war!" kam hier jetzt schön öfter.

Letztendlich hab ich auch nur jede Reihe quer abgesteppt und nicht mehr längs. Ich denke, das reicht völlig aus. Natürlich kann ich damit nicht vor einer Profi-Quilterin angeben - aber hey: uns gefällt sie...und tagsüber ziert die Decke jetzt auch unser Ehebett. Ja, ernsthaft ;-)

Ich bin jetzt jedenfalls sehr gespannt, wie ihr die Decke findet und vielleicht hat ja noch jemand Tipps....meine Freundin hat auch schon Bedarf angemeldet *g*.

Liebste Grüße
Eure Jane

PS: Natürlich ist diese Decke auch beim RUMS gelandet ;-)

Kommentare

  1. ich finde deine Decke toll!
    ist doch schön, wenn Erinnerungen drin stecken, wie der Stoff des Lieblingsshirts von früher :-) und der Stoffresteberg ist nun sicher auch etwas geschrumpft ;-)
    viel Spaß beim Familien-Kuscheln
    liebe Grüße Bine

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Bitte beachte, dass Du die Datenschutzerklärung dieser Seite anerkennst, wenn du kommentierst. Die Datenschutzerklärung findest du hier: https://www.regenbogenmutti.de/p/datenschutzerklarung.html

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Alter Falter! - In Würde altern?

Hi,

ich bin Jane, 36 Jahre alt und seit über 12 Jahren stolze Besitzerin grauer Haare.

Nun gut, das mit dem Stolz sei vorerst mal dahingestellt. Wenn man mit 24 Jahren das erste graue Haar entdeckt und im gleichen Jahr in einer bekannten Parfümeriekette ein Anti-Aging Produkt empfohlen bekommt, dann ist das mit dem Stolz auf Falten und graue Haare eher so wenig angebracht.

Zugegebenermaßen hatte ich mit 24 Jahren einige Hürden zu meistern (Scheitern der 1. Ehe, alleinerziehend sein usw.), die Fältchen und graue Haare rechtfertigten, aber aber aber! Ich war doch erst 24. So!

Ich färbte also jahrelang weiter meine Haare, probierte immer wieder irgendwelche Q10-Hyaloron-Reife-Haut-Produkte aus und haderte sehr damit, dass man mir Jahr für Jahr mein (doch irgendwie bewegtes) Leben ansah.

Seit einiger Zeit aber gesellt sich zu der Haderei (gibts das Wort überhaupt?) etwas anderes: Eine gewisse Wurschtigkeit. Ich wollte erst Resignation schreiben, aber das passt nicht so richtig. Also Wursc…

Die sieht aus wie ne Lesbe!

Als ich heute so entspannt hier in meinem kleinen Büro saß und laut Musik aus vergangener Zeit hörte (also aus den 90ern ;-) ) kam wieder eine Frage auf, die mich doch recht oft beschäftigt, seit Nina eben Nina ist.


Wie „muss“ eine Lesbe aussehen? Ja, eigentlich ist diese Frage sehr reißerisch, aber aus gutem Grund. Denn die breite Masse hat einfach gewisse Vorstellungen. Schwule Männer haben immer einen Ohrring, einen exzellenten modischen Stil und einen ausgeprägt weiblichen Gang.


Lesben haben kurze Haare und tragen karierte Hemden. Dieses Thema ist also eines voller Vorurteile. Aber genau diese bekomme auch ich immer wieder ab. Es fängt schon bei den Haaren an. Vorletztes Jahr ließ ich mir meine Haare abschneiden und trug eine stylische asymetrische Frisur. Ich fing neu in meiner Firma an und zack war ich ich „die Lesbe“. Und da wusste noch niemand davon, dass ich mit einer Frau zusammen bin.


Nun bezeichne ich mich ja nicht unbedingt als lesbisch, kann aber verraten, dass ich vor Nin…

Berlin

Hier war es jetzt länger wieder ruhig. Über Twitter und Insta habt ihr aber sicher mitbekommen, dass
Nina und ich uns getrennt haben. Wie ihr euch denken könnt, waren die letzten Wochen nicht einfach, für niemanden von uns. Unsere oberste Priorität liegt natürlich bei unseren Kindern und genau deshalb haben wir uns dazu entschlossen, den bereits im
Januar geplanten Ausflug nach Berlin zur Blogfamilia zusammen als Familie zu machen.

Nun sitzen wir alle vier zusammen im Zug. Und das sogar relativ entspannt und mit sehr viel Vorfreude auf morgen.


Das WLAN im Zug war jetzt echt stabil genug für diesen Blogeintrag. Juchuh!

Liebe Grüße
Eure Jane - und vielleicht ja bis morgen.