Direkt zum Hauptbereich

Einschulung 2017 [der 2. Klässler]

Hallo meine Lieben,

ups - da sind schon wieder bald 2 Monate ins Land gegangen. Egal, wer mir auf Insta & Twitter folgt, ist eh immer auf dem Laufenden.

Heute ist in NRW Einschulung und viele viele I-Dötzchen sind höchst aufgeregt in ihren allerersten Schultag gestartet. Auch bei uns war es heute soweit: Einschulung! Endlich die heiß ersehnte Schultüte und das große Einschulungsgeschenk (für Kenner: es gab die verhängnisvolle Dämmerung von Lego Ninjago).

Stolzes Schulkind

Aber halt?! Ihr habt sicher irgendwie mitbekommen, dass unser Kleinster ja schon zur Schule geht. Wieso wurde er dann heute eingeschult?

Es ist theoretisch ganz einfach: Gegen Ende letzten Jahres hatten wir massive Probleme im Kindergarten bzw. hauptsächlich mit der Kindergartenleitung, so dass wir unser Kind nicht mehr guten Gewissens dorthin schicken konnten. Constantin war dann eine zeitlang zuhause. Im Februar war dann der Termin in der Schule, bei dem die Kinder nochmal bei der Direktorin ein paar spielerische Tests machen müssen. Die Direktorin kennt uns schon, da wir schon ein Kind an der Schule haben.

Und unsere Direktorin hatte dann die Idee, Constantin unterjährig einzuschulen. Er wäre definitiv schulreif. Eine solche Entscheidung darf die Direktorin treffen, jedoch muss das gesamte Lehrerkollegium dem zustimmen. Das war der Fall und zack: War Constantin ein Schulkind.

An unserer Schule wird jahrgangsübergreifendes Lernen praktiziert, es sind die Klassenstufen 1-3 jeweils in einer Klasse (natürlich verteilt auf mehrere Klassen). Lediglich die 4.Klässler haben eigene Klassen.

Natürlich geht so eine spontane, frühzeitige UND unterjährige Einschulung nicht ohne Plan B. Dieser war, dass Constantin nach den Sommerferien ganz normal die 1. Klasse macht, sollte er in dem Halbjahr nicht allzu gut mitkommen. Allerdings brauchten wir den Plan B nicht, so dass er heute quasi als Zweitklässler eingeschult wurde und darauf auch sehr stolz ist.

Ja, wir sind auch stolz ;-)


Damit ihm aber die "klassische Einschulung" nicht irgendwie fehlt, durfte er heute an der offiziellen Einschulungsfeier ganz normal teilnehmen. Mit Schultüte und allem drum und dran.

Wir sind noch immer sehr froh, dass unsere Direktion diese doch recht spontane und auch ungewöhnliche Idee hatte (denn tatsächlich ist er das erste Kind mit unterjähriger Einschulung an dieser Schule). Und vor allem sind wir froh, dass er das so klasse mitgemacht hat. Er ist übrigens mit seinem Bruder (jetzt 3. Klasse) in einer Klasse. Auch so ein Ding, denn eigentlich wollten wir das nicht wirklich. Im Kindergarten waren sie auch in verschiedenen Gruppen. Aber es entpuppte sich als recht hilfreich und beide haben ihren eigenen Weg innerhalb der Klasse gefunden und sind jetzt gemeinsam Paten für einen Erstklässler.

Einer neugieriger als der andere ...

Endlich! Monatelang hat er geduldig gewartet

Ich möchte an dieser Stelle übrigens nochmal ein dickes dickes fettes Danke an Dani von Glucke und so schicken (und auch alle anderen, die damit zu tun hatten!), denn durch eine Spendenaktion (von der wir erstmal nichts wussten) wurde uns ein nigelnagelneues Schulranzenset geschenkt, welches wir dann im Februar schneller einsetzen konnten, als gedacht. Und es wäre zu dem Zeitpunkt sehr schwer für uns gewesen, den Schulranzen selbst zu bezahlen. Er passt übrigens wie für Constantin gemacht und er liebt ihn sehr!

Ihr Lieben, unsere Einschulung zeigt einmal mehr, dass man immer wieder offen sein sollte für ungewöhnliche Wege. Und es hat sich tatsächlich das Sprichwort bestätigt: Wo eine Tür zufällt, öffnet sich auch eine neue!

In diesem Sinne: Alles Liebe für Eure I-Dötzchen und natürlich auch alle anderen Schulkinder, erst recht für die, die immer ein bisschen mehr kämpfen müssen.

Liebste Grüße
Eure Jane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die sieht aus wie ne Lesbe!

Als ich heute so entspannt hier in meinem kleinen Büro saß und laut Musik aus vergangener Zeit hörte (also aus den 90ern ;-) ) kam wieder eine Frage auf, die mich doch recht oft beschäftigt, seit Nina eben Nina ist.


Wie „muss“ eine Lesbe aussehen? Ja, eigentlich ist diese Frage sehr reißerisch, aber aus gutem Grund. Denn die breite Masse hat einfach gewisse Vorstellungen. Schwule Männer haben immer einen Ohrring, einen exzellenten modischen Stil und einen ausgeprägt weiblichen Gang.


Lesben haben kurze Haare und tragen karierte Hemden. Dieses Thema ist also eines voller Vorurteile. Aber genau diese bekomme auch ich immer wieder ab. Es fängt schon bei den Haaren an. Vorletztes Jahr ließ ich mir meine Haare abschneiden und trug eine stylische asymetrische Frisur. Ich fing neu in meiner Firma an und zack war ich ich „die Lesbe“. Und da wusste noch niemand davon, dass ich mit einer Frau zusammen bin.


Nun bezeichne ich mich ja nicht unbedingt als lesbisch, kann aber verraten, dass ich vor Nin…

Es kotzt mich an!

Heute muss ich mir mal etwas von der Seele schreiben.

Ich gehe arbeiten, ich hab ein Kleinunternehmen und trotzdem brauchen wir ALG II. Das ist gelinde gesagt SCHEISSE.

Und dennoch zählen wir wohl zu den bravsten ALG II-Beziehern überhaupt. Wir machen keine falschen Angaben, halten uns an Fristen  und nichtmal die Unterlagen muss sich das Jobcenter selbst kopieren. Die geben wir nämlich alle fein säuberlich abgeheftet und quasi "aktenfertig" ab. Wir sind also der Traum eines jeden Sachbearbeiters.

Da ich in meinem Job und auch in der Selbstständigkeit einem stark schwankendem Einkommen unterliege (im Sommer: ganz gut, im Winter: eher mau) ergehen unsere Bescheide immer vorläufig. Soweit so gut. Im April 2016 war dann auch absehbar, dass sich mein Einkommen erhöht und ich bat beim Jobcenter um entsprechende Berücksichtigung, um eine Überzahlung zu vermeiden. Mir wurde dann sinngemäß geantwortet (schriftlich!), dass passe schon so. Aha. Letzte Woche bekam ich dann aber das hie…