Direkt zum Hauptbereich

Und: Action!

Hey ihr Lieben,

mein vorletzter Beitrag im Blog trug die Überschrift "Presserummel". Ein paar Tage war Ruhe und wir hatten Zeit zum durchatmen.

Letzte Woche war dann ein Team vom WDR da, die uns für OWL Aktuell interviewt haben. Sehr gefühlvoll und extrem sympathisch. Man hat gemerkt, dass sich das Team vorher wirklich Gedanken gemacht hat. Ich bin sehr gespannt auf den Beitrag, der nächste oder übernächste Woche ausgestrahlt wird.

der WDR ist da
 Heute ist ein Team von Sat1 da. Sie drehen fürs Frühstücksfernsehen, wo Nina nächste Woche auch als Studiogast vor Ort sein wird. Gerade sind sie draußen beim einkaufen unterwegs, während ich noch einen Moment habe, um durchzuatmen und mich auf meinen Teil des Interviews vorzubereiten.

Sat1 & Nina
 Dadurch, dass sich die Pressetermine bei uns häufen, kommen auch Nachfragen, ob wir nicht Angst hätten, "verissen zu werden". Da kann ich klar sagen: JA! Aber glücklicherweise ist Nina "vom Fach", wie man so schön sagt. Sie weiß, worauf zu achten ist. Wir nehmen nicht alle Anfragen an. Sowohl Print als auch TV. Ganz ehrlich: Ich möchte einfach nicht mit dem Thema Transsexualität & Familie in der Bild-Zeitung stehen. Klar, wäre das eine extrem hohe Sichtbarkeit - aber um welchen Preis?

Wir wägen sehr genau ab, welche Anfragen wir annehmen. Stellen Fragen und auch Forderungen (z.B. Gegenlesen eines Artikels vor Veröffentlichung, Klarstellung, dass es keine alten Fotos von Nina geben wird, auf denen sie noch als Mann zu sehen ist). Würden wir das nicht tun, säßen wir vermutlich ganz schnell im Dschungelcamp oder sonstwo.

Unser Ziel ist aber nicht Berühmtheit. Und auch nicht Reichtum. Wir wollen zeigen, dass Familienleben auch unter Bedingungen funktioniert, die vielleicht ersteinmal nicht optimal erscheinen, weil es eben nicht "Mann, Kinder, nettes Häuschen" ist. Sondern BUNT, anders. Nicht immer leicht, aber lohnenswert. Wir wollen anderen Betroffenen zeigen, dass sich um die Beziehung kämpfen lohnt. Auch wenn es langwierig ist und einen manchmal an den Rand der Verzweiflung bringt. Und nicht zuletzt wollen wir natürlich auch die Menschen dafür sensibilisieren, dass das Leben bunter ist. Dass Toleranz kein Aufkleber ist, sondern einen Lebenseinstellung.

Und wir möchten Ängste nehmen: Ängste im Umgang mit "andersartigen" Menschen. Wir sind ja nicht doof oder schändlich, nur weil wir eine Regenbogenfamilie sind.

In diesem Sinne: #loveislove Und deshalb gehen wir den Weg in die Öffentlichkeit. Wenn nicht wir, wer dann?

Liebste Grüße
Eure Jane


Kommentare

  1. Das finde ich toll und wichtig ♡ lovelove alu

    AntwortenLöschen
  2. Frau Budenzauberin12. Juni 2017 um 20:27

    Ihr macht das gut. Und gut, daß ihr das macht!

    AntwortenLöschen
  3. Großartig wie ihr das meistert. Bin gespannt auf die Beiträge.
    LG Bianca

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Deinen Kommentar :)

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die sieht aus wie ne Lesbe!

Als ich heute so entspannt hier in meinem kleinen Büro saß und laut Musik aus vergangener Zeit hörte (also aus den 90ern ;-) ) kam wieder eine Frage auf, die mich doch recht oft beschäftigt, seit Nina eben Nina ist.


Wie „muss“ eine Lesbe aussehen? Ja, eigentlich ist diese Frage sehr reißerisch, aber aus gutem Grund. Denn die breite Masse hat einfach gewisse Vorstellungen. Schwule Männer haben immer einen Ohrring, einen exzellenten modischen Stil und einen ausgeprägt weiblichen Gang.


Lesben haben kurze Haare und tragen karierte Hemden. Dieses Thema ist also eines voller Vorurteile. Aber genau diese bekomme auch ich immer wieder ab. Es fängt schon bei den Haaren an. Vorletztes Jahr ließ ich mir meine Haare abschneiden und trug eine stylische asymetrische Frisur. Ich fing neu in meiner Firma an und zack war ich ich „die Lesbe“. Und da wusste noch niemand davon, dass ich mit einer Frau zusammen bin.


Nun bezeichne ich mich ja nicht unbedingt als lesbisch, kann aber verraten, dass ich vor Nin…

Einschulung 2017 [der 2. Klässler]

Hallo meine Lieben,

ups - da sind schon wieder bald 2 Monate ins Land gegangen. Egal, wer mir auf Insta & Twitter folgt, ist eh immer auf dem Laufenden.

Heute ist in NRW Einschulung und viele viele I-Dötzchen sind höchst aufgeregt in ihren allerersten Schultag gestartet. Auch bei uns war es heute soweit: Einschulung! Endlich die heiß ersehnte Schultüte und das große Einschulungsgeschenk (für Kenner: es gab die verhängnisvolle Dämmerung von Lego Ninjago).


Aber halt?! Ihr habt sicher irgendwie mitbekommen, dass unser Kleinster ja schon zur Schule geht. Wieso wurde er dann heute eingeschult?

Es ist theoretisch ganz einfach: Gegen Ende letzten Jahres hatten wir massive Probleme im Kindergarten bzw. hauptsächlich mit der Kindergartenleitung, so dass wir unser Kind nicht mehr guten Gewissens dorthin schicken konnten. Constantin war dann eine zeitlang zuhause. Im Februar war dann der Termin in der Schule, bei dem die Kinder nochmal bei der Direktorin ein paar spielerische Tests machen mü…

Es kotzt mich an!

Heute muss ich mir mal etwas von der Seele schreiben.

Ich gehe arbeiten, ich hab ein Kleinunternehmen und trotzdem brauchen wir ALG II. Das ist gelinde gesagt SCHEISSE.

Und dennoch zählen wir wohl zu den bravsten ALG II-Beziehern überhaupt. Wir machen keine falschen Angaben, halten uns an Fristen  und nichtmal die Unterlagen muss sich das Jobcenter selbst kopieren. Die geben wir nämlich alle fein säuberlich abgeheftet und quasi "aktenfertig" ab. Wir sind also der Traum eines jeden Sachbearbeiters.

Da ich in meinem Job und auch in der Selbstständigkeit einem stark schwankendem Einkommen unterliege (im Sommer: ganz gut, im Winter: eher mau) ergehen unsere Bescheide immer vorläufig. Soweit so gut. Im April 2016 war dann auch absehbar, dass sich mein Einkommen erhöht und ich bat beim Jobcenter um entsprechende Berücksichtigung, um eine Überzahlung zu vermeiden. Mir wurde dann sinngemäß geantwortet (schriftlich!), dass passe schon so. Aha. Letzte Woche bekam ich dann aber das hie…